Heliumhydrid-Kation (HeH+)

(Originalartikel unter https://www.astrochymist.org) Man vermutet, daß das Heliumhydrid-Ion, HeH+, in einige der allerersten chemischen Reaktionen verwickelt ist, die im Universum auftraten und durch eine Verbindungsreaktion unter Photonenabgabe He + H+ → HeH+ + hν entstand. Genau genommen deuten Berechnungen von Bovino et al. darauf hin, daß die Häufigkeit des HeH+ im frühen Universum 10-mal höher als

Thiocyansäure (HSCN)

(Originalartikel unter https://www.astrochymist.org) Thiocyansäure, HSCN, wurde 2009 von Halfen et al.  in Sgr B2(N) mit dem 12-m-Teleskop am Kitt Peak in Arizona entdeckt. Obwohl drei beobachtete Rotationsübergänge von Linien anderer Moleküle überlagert wurden, wurden nichtsdestoweniger fünf fortlaufende Rotationsübergänge ohne Überlagerung aufgezeichnet. Das HSCN-Spektrum wurde im Experiment von Brünken et al. bestimmt. HSCN konnte zuvor auch in TMC-1 entdeckt werden. HSCN

Cyanocarben-Radikal (HCCN)

(Originalartikel unter https://www.astrochymist.org) 1991 von Guélin & Cernicharo veröffentlicht, ist das Cyanocarben-Radikal, HCCN, ein Beispiel für ein Molekül, daß sich einer Bestätigung durch nachfolgende Untersuchungen entzogen hat. Es wurde mit dem 30-Meter-Teleskop des IRAM in der zirkumstellaren Hülle IRC+10216 beobachtet. Obwohl Kawaguchi et al. später eine in IRC+10216 beobachtete Linie bei 43.624 GHz dem 3,2-2,1-Übergang des

Ketenyl-Radikal (HCCO)

(Originalartikel unter https://www.astrochymist.org) Eines der in diesem Jahr neu entdeckten Moleküle ist das Ketenyl-Radikal (auch Ethinyloxy-Radikal), HCCO, das von Agúndez et al. in zwei dunklen Wolken gefunden wurde, dem Protostern L433 und dem sternlosen Kern Lupus-1 (in dem auch viele interstellare Anionen gefunden worden sind). Das 30-Meter-Teleskop des IRAM wurde für die astronomischen Beobach-tungen eingesetzt. Allerdings ist bisher

Hydroxyl-Kation (OH+)

(Originalartikel unter https://www.astrochymist.org) 2010 wurde von Wyrowski et al. die Entdeckung des Hydroxyl-Kations (OH+) in der Sternentstehungsregion Sgr B2(M), dem „Hauptteil (Main)“ der Wolke, gemeldet. Die Bestimmung gelang mit dem 12-m-Teleskop des Atacama Pathfinder Experiment (APEX) bei Llano de Chajnantor, Chile, in einer Höhe von etwa 4.800 m. Es wurde anschließend in der HII-Region G10.6-0.4 von Gerin et al.,