Über uns

In der Astrofotografie-Gruppe der Volkssternwarte Darmstadt beschäftigen wir uns mit dem breiten Spektrum der Fotografie am Nachthimmel. In regelmäßigen Treffen tauschen wir uns über Technik, Software, Bildbearbeitung und Projekte aus. Interessierten Mitgliedern helfen wir beim Einstieg in die Astrofotografie.

Himmelsaufnahmen mit Farbkamera und Objektiv

Composit
Panorama
Startrails

Zum Einstieg in die Astrofotografie genügen ein Stativ, eine handelsübliche Digitalkamera mit gutem Objektiv sowie ein Handauslöser. Ganz ohne Nachführung lassen sich hiermit Strichspuraufnahmen („Startrails“), Zeitraffer-Videos („Timelapse“) oder Himmelspanoramen aufnehmen.

Für längere Belichtungszeiten oder bei Verwendung von Objektiven mit längeren Brennweiten wird eine Nachführung (Reisemontierung oder Teleskopmontierung) notwendig. Durch Erstellen vieler Aufnahmen und das anschließende Aufaddieren der Einzelbilder (Stacking) lassen sich in der Nachbearbeitung rauscharme Bilder ohne Störungen wie Satellitenspuren und mit vielen Details erstellen.

Deep-Sky Aufnahmen mit Digitalkamera oder Astrokamera am Teleskop

Will man Farb-Aufnahmen von Deep-Sky Objekten wie Sternhaufen, Galaxien oder Nebeln anfertigen, steigen die Anforderungen an Teleskop und Montierung: Durch ein zusätzliches Leitrohr mit einer Guidingkamera wird die Nachführung anhand von Referenzsternen überwacht und es werden Korrekturimpulse an die Montierung gesendet, um Ungenauigkeiten in der Nachführung auszugleichen. Zudem ist für eine punktförmige Sternabbildung ein korrigiertes Bildfeld notwendig (Komakorrektor am Newton-Teleskop, Field-Flattener am Linsenteleskop).

Für den Einstieg stehen auf der Sternwarte eine robuste EQ8 Montierung mit MGEN-3 Autoguider und kurzbrennweitigen Linsen-Teleskopen zu Verfügung. Diese sind mit Korrekturoptiken ausgestattet, an denen sich bereits Bajonettanschlüsse für Canon EOS Kameras befinden. Die Adaption an andere Kameras ist über einen 2“ (M48) Anschluss möglich.

Weitere Teleskope für die Astrofotografie an der Sternwarte sind ein 14“ Newton-Teleskop mit 1600 mm Brennweite sowie ein 7“ Apochromat von CFF mit 1260 mm Brennweite. Zur Steuerung von Kamera und Montierung sowie für die Nachbearbeitung kommt verschiedene Software zum Einsatz.

Aufnahmen unserer Mitglieder mit weiteren Informationen befinde sich in der Galerie im Bereich Deep Sky.

Aufnahmen von Planeten mit Videokameras (Lucky-Imaging)

Ziel der Lucky-Imaging Technik ist es, möglichst detailreiche Aufnahmen an der optischen Auflösungsgrenze von Teleskopen zu erstellen. Die theoretische Auflösung eines Teleskops wird durch schwankende Luftunruhe (Seeing) beschränkt. Über einen längeren Zeitraum werden viele kurze Videosequenzen, z.B. mit 120 Sekunden Länge erstellt. Jedes Video besteht wiederum aus mehreren tausend Einzelaufnahmen. Mit Hilfe von Freeware-Programmen werden die Einzelbilder analysiert und aus den besten Aufnahmen Summenbilder erstellt. Diese werden anschließend geschärft und nachbearbeitet.

Für Lucky-Imaging Aufnahmen an der Sternwarte stehen ein 14“ Newton Teleskop (f/4,6) zur Verfügung, dessen Öffnungsverhältnis durch Einsatz von Barlowlinsen verkleinert werden kann, sowie ein 200 mm f/20 Faltrefraktor.

Aufnahmen unser Mitglieder befinden sich in der Galerie unter „Sonnensystem“ in den Kategorien Mond und Planeten.