Treffpunkt: Eingang der Sternwarte
Dauer der Veranstaltung: 2 – 2,5 Stunden
Wie heiß ist es auf der Sonne? Warum nennt man den Mars den „roten Planeten“? Woraus besteht ein Komet? Wie viele Monde hat der Jupiter, und woraus bestehen die Saturnringe? Wie groß sind die Entfernungen im Sonnensystem?
Diese und andere Fragen beantworten wir bei einer Führung auf dem Planetenweg im Wald rund um das Observatorium auf der Ludwigshöhe. Wir starten an der Sternwarte mit der Sonne, und laufen die Planeten von innen nach außen ab, so dass wir nach fast 3 km Rundweg mit Uranus und Neptun wieder bei der Sternwarte ankommen.
Festes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung nicht vergessen!
Um pünktlich anzufangen, seien Sie bitte 10 Minuten vor Beginn am Eingang der Sternwarte.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das Betreten des Waldes und die Teilnahme erfolgen auf eigene Gefahr!
Bei Dauerregen fällt die Veranstaltung aus.

M17 Omeganebel, VSDA
„Die Sterne über Darmstadt“ ist eine Sternführung bzw. ein Beobachtungsabend an den Teleskopen.
Gegen 21:00 Uhr sind tief im Süden und Südosten noch die Sternbilder Schütze und Steinbock zu sehen. Im Schützen beobachten wir den Omeganebel (M17) und gehen anschließend weiter nördlich im Sternbild Schild zum Wildentenhaufen (M11). Die Sternbilder Leier, Schwan und Adler, durch die das Band der Milchstraße verläuft, bilden mit ihren hellsten Sternen, Vega, Deneb und Atair das bekannte Sommerdreieck. Hier beobachten wir den Kleiderbügelhaufen (Cr 399) im Füchschen und den blinkenden planetarischen Nebel (NGC 6826) im Schwan. Im Osten dominieren bereits die typischen Herbststernbilder wie Wassermann, Pegasus, Andromeda und Perseus. Im Wassermann und Pegasus machen wir einen Abstecher zu den Kugelsternhaufen M2 und M15. Anschließend werfen wir einen Blick auf die Andromedagalaxie (M31) mit ihren Begleitgalaxien und den Doppelstern Almach. Zum Abschluss des Abends gegen 23:00 Uhr stellen wir Saturn im Teleskop ein: Das Ringsystem hat sich im Vergleich zum Vorjahr mittlerweile soweit geöffnet, dass die Cassini-Teilung wieder beobachtbar ist.
Bei schlechtem Wetter (Bewölkung) fällt der Beobachtungsabend aus.
Damit die Besucher – insbesondere Kinder – genug Zeit und Ruhe haben, durch die Teleskope zu schauen, wird es zu Beginn des Beobachtungsabends 2 Blöcke zu je 30 Minuten für jeweils 15 Personen geben. Für diese Blöcke im Zeitraum 21:00 bis 22:00 Uhr ist eine Anmeldung über diese Seite notwendig! (Freischaltung am 24.8.2026 18:00 Uhr, siehe unten).
Ab 22:00 Uhr kann die Veranstaltung ohne Anmeldung besucht werden, je nach Andrang ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen. Wir bitten um Verständnis.
Referent: Bernd Scharbert, VSD
Wie weit weg sind die Sterne? Wie weit die Galaxien? Wie weit können wir überhaupt ins Weltall schauen?
Während des Seminars steigen wir die Entfernungsleiter der Astronomie empor! Die heißt tatsächlich so. Auf den unteren Stufen wird es um Entfernungen im Sonnensystem gehen. Weiter oben werden die Messmethoden interessanter: Wie bekommt man heraus, wie weit ein Stern entfernt ist? Noch weiter oben geht es um die Entfernungen der Galaxien. Ganz oben – jetzt wird einem langsam schwindelig – geht es an die Grenzen des sichtbaren Universum.
Freuen Sie sich auf einen spannenden Aufstieg! Kaffee und Kekse sind wie immer nicht weit weg 😉

A simulation of the formation of dark matter structures from the early universe until today.
Ralf Kaehler/SLAC National Accelerator Laboratory, American Museum of Natural History
Referent: Prof. Dr. Uwe Oberlack, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
85% der Materie im Universum ist grundsätzlich verschieden von der uns vertrauten Materie und erscheint vollständig transparent. Kein Licht wird durch sie emittiert oder absorbiert, nur ihre gravitative Wirkung ist bislang messbar.
Woraus schließen wir, dass es sogenannte „Dunkle Materie“ gibt? Wir diskutieren in diesem Vortrag die Fülle an astronomischer und kosmologischer Evidenz für eine der ganz großen Rätsel unseres Universums. Wir sehen uns an, welche grundsätzlichen Möglichkeiten der Erklärung es für dieses Phänomen der „fehlenden Masse“ gibt, und stellen dann ein paar plausible und überprüfbare Ideen vor.
Schließlich befassen wir uns mit der Möglichkeit des direkten Nachweises von Teilchen der Dunklen Materie im Untergrundlabor am Beispiel des Experiments XENON. Wenn Zeit bleibt, können wir auch noch einen Ausblick wagen in die Breite der Suchen nach Dunkler Materie – auf direkte und indirekte Art.

Künstlerische Darstellung der Geburt eines Sternes: Vertikale, helle Jets werden aus dem Zentrum der Gaswolke ausgestoßen, die ein massiver Baby-Stern um sich angesammelt hat.
Copyright: ESO/L. Calada
Referent: Prof. Dr. Christian Fend, Max Planck Institut für Astronomie, Heidelberg
Der Vortrag führt ein in das Thema astrophysikalischer Hochgeschwindigkeitsströumungen, sogenannter „Jets“.
Diese treten bei vielen, meist „jungen“ astronomischen Objekten auf, z.B. bei Protosternen oder aktiven galaktischen Kernen, also auf höchst unterschiedlichen Energie- und Größenskalen. Manche extragalaktischen Jets scheinen sich sogar mit Überlichtgeschwindigkeit zu bewegen!
Wie werden diese Jets beobachtet? Was sind ihre Kenngrössen? Was treibt sie an?
Diesen Fragestellungen widmet sich der Vortrag. Es wird sich zeigen, dass einige zentrale Fragen hier noch unbeantwortet bleiben müssen – obwohl die theoretischen Grundlagen der Jet-Entstehung schon vor Jahrzehnten gelegt worden sind, und immer bessere Beobachtungsdaten vorliegen.
Ein Resultat scheint aber sicher, nämlich dass diese Strömungen durch starke Magnetfelder angetrieben und gebündelt werden!

Wormhole travel as envisioned by Les Bossinas for NASA, de.wikipedia.org, (c) Digital art by Les Bossinas (Cortez III Service Corp.), 1998
Referent: Prof. Dr. Dr. Patrick Diel, Amateurastronom
In der Science Fiction Literatur sind sie allgegenwärtig: Wurmlöcher durch die man in Sekunden von einer Seite der Galaxie zur anderen reisen kann. Reisen durch die Zeit. Raumschiffe die schneller fliegen als das Licht. Leben in Paralleluniversen.
Vor dem Hintergrund populärer Science Fiction Serien und Literatur werden in diesem Vortrag die astronomischen und kosmologischen Hintergründe derartiger Phänomene erläutert.

