Aziridin „nicht entdeckt“

(Originalartikel unter https://www.astrochymist.org)

Die dreigliedrige Ringverbindung Aziridin (c-C2H5N) war Gegenstand mehrerer Untersuchungen. Im Jahr 2001 behaupteten Dickens und Mitarbeiter, daß sie die Verbindung vorläufig anhand eines einzigen Übergangs in mehreren heißen Kernen, darunter Sgr B2(N), nachgewiesen hätten. 2004 behaupteten Kuan und Mitarbeiter ebenfalls, Aziridin in Orion KL und W51 e1/e2 auf der Grundlage begrenzter Daten vorläufig nachgewiesen zu haben. Auch in jüngster Zeit konnten Barnum und Mitarbeiter kein Aziridin in TMC-1 nachweisen. Ihre Suche umfaßte 155 Linien, die in einer spektroskopischen Studie von Thorwirth und Mitarbeitern über Aziridin berichtet wurden. Sie legten eine Obergrenze von circa 2 x 10-13 cm-2 für die Säulendichte von Aziridin in TMC-1 fest, wobei sie sich auf Durchmusterungsdaten stützten, die mit dem 100-Meter Green Bank Teleskop gewonnen wurden.

Aziridin ist auch als Ethylenimin bekannt. Es wird bei der Herstellung von Polyethylenimin-Polymeren verwendet, ist aber ziemlich giftig.