Kaliumchlorid

(Originalartikel unter https://www.astrochymist.org)

1987 berichteten Cernicharo und Guélin über den Nachweis von zweiatomigem Kaliumchlorid (KCl) in der Nähe des gut untersuchten Kohlenstoffsterns IRC +10216 (CW Leo) mit dem 30-m-Teleskop des IRAM. Diese Entdeckung wurde mit nach-folgenden Beobachtungen offensichtlich nicht weiter verfolgt, obwohl Caris et al. im Jahr 2004 und Barton et al. im Jahr 2014 die spektroskopischen Daten für diese Spezies ausbauten, falls jemand nach KCl in wärmeren astrophysikalischen Umgebun-gen suchen sollte.

Kaliumchlorid besitzt eine charakteristische Ionenbindung, was in der unten gezeigten Darstellung der Gesamtdichte deutlich wird. Es gibt keine kovalente Aufteilung der elektronischen Ladung zwischen den Kernen. Kalium (links) hat sein 4s-Valenz-Elektron an Chlor (rechts) abgegeben, so daß beide Ionen kugelförmige 3s2 3p6 Konfiguration aufweisen. Cl ist etwas größer als Ar (die neutrale 3s2 3p6 Spezies), während K+ etwas kleiner ist.