Astronomie ohne Teleskop – Langsame, beständige Entwicklung

Von Steve Nerlich in Universe Today – Übersetzt von Harald Horneff Ein herkömmliches Entwicklungsmodell für Galaxien beginnt mit Spiralgalaxien. Diese können einer-seits durch das Verschlingen kleinerer Zwerggalaxien in ihrer Größe anwachsen, aber andererseits ihre Spiralform recht ungestört beibehalten. Erst wenn Spiralgalaxien annähernd gleicher Größe mit-einander kollidieren, ergibt sich erstmals eine irreguläre, oft mit Trümmerspuren versehene

Familienangelegenheiten – die Sonne und ihre Geschwister (I)

Dr. Ilka Petermann, Argelander-Institut Bonn Einem internationalen Astronomenteam ist es mit dem Very Large Telescope (VLT) gelungen, den ältesten bekannten ‚Sonnenzwilling‘ mit großer Genauigkeit zu untersuchen. Mit seinen 8.2 Milliarden Jahren ist ‚HIP102152‘ gut 3.6 Milliarden Jahre älter als unsere Sonne. Seine große Ähnlichkeit mit unserem Zentralgestirn erlaubt es, dessen zukünftige Geschichte besser zu verstehen.

Die Häufigkeit der Elemente

Das im Urknall entstandene Universum bestand größtenteils aus Wasserstoff, mit einem beachtlichen, doch viel kleineren Heliumanteil, etwa 24 Masseprozent, und einigen Spuren an Lithium. All die anderen, für das Leben wichtigen Elemente – Kohlenstoff, Sauerstoff und Stickstoff, ganz abgesehen von den anderen, annähernd 100 bekannten Elementen – wurden viel später, in Sternen, erzeugt. Doch diese