(Originalartikel unter https://www.astrochymist.org)
Das einfache zweiatomige NH+-Radikalkation (Imidogen-Kation) war Gegenstand einer im Jahr 2014 von Persson und Mitarbeitern berichteten erfolglosen Suche, die auf frühere, 2010 und 2012 gemeldete erfolglose Suchaktionen folgte. Diese drei Studien konzentrierten sich auf die Sternentstehungsgebiete Sgr B2(M) und W31C. Auch eine parallele Untersuchung von Benz und Mitarbeitern aus dem Jahr 2013 konnte NH+ in zwei weiteren Sternentstehungsgebieten – AFGL 2591 und W3 IRS5 – nicht nachweisen. Die Analysen aller vier Publikationen werteten Daten des Herschel-Weltraumobservatoriums aus, das von 2009 bis 2013 in Betrieb war. Die in diesen Studien gesuchten Rotationsübergänge von NH+ liegen im Terahertz-Bereich.
NH+ kann durch Ionisierung des Imidogen-Radikals NH gebildet werden, das erstmals 1991 im ISM (interstellares Medium) nachgewiesen wurde. NH+ ist auch als Aminyliumyl-Kation bekannt – eine etwas sperrig klingende Bezeichnung.

