Die „Planetenparade“ am 28.02.2026

Der Abendhimmel in Darmstadt am 28.02.2026, 18:30 Uhr, Himmelsansicht mit Stellarium

Sieht das nicht toll aus? Rechts unten finden sich Merkur, Venus, Saturn – Neptun ist ganz knapp rechts vom Saturn (hier nicht zu sehen, weil zu nahe dran und zu lichtschwach). Etwas oberhalb der Bildmitte findet sich Uranus und weiter links der helle Jupiter. Und der superhelle Mond – fast Vollmond.
Das ist die Planetenparade! Ich habe allerdings geschummelt… Das wird Ihnen im echten Leben jedoch nicht so leicht fallen. Ich habe in Stellarium nämlich die Atmosphäre ausgeschaltet! Mit dieser sieht es so aus:

Dieses Bild soll Sie nicht enttäuschen oder demotivieren, allerdings soll es die Erwartungen reduzieren. Astronomie ist ein Hobby, welches Geduld erfordert. Und die werden Sie bei der Beobachtung der Planetenparade auch brauchen und einen passenden Standort 🙂

Sie werden Merkur und Venus nur sehen, wenn Sie eine tolle Horizontsicht haben. Und dann auch nur direkt nach Sonnenuntergang! Sonst sind die beiden Planeten schon untergegangen. Vorher ist allerdings insbesondere Merkur wegen des hellen Himmels schwer aufzufinden. Versuchen Sie es nicht mit dem Fernrohr oder Fernglas, solange die Sonne noch über dem Horizont steht! Wenn Sie versehentlich in die Sonne schauen, schädigt das Ihre Augen dauerhaft!
Saturn und Neptun werden Sie ebenfalls nur mit recht guter Horizontsicht sehen. Für Neptun brauchen Sie ein Fernrohr. Nun – das haben wir in der Sternwarte. Aber leider keine gute Horizontsicht. In Richtung Westen schon gar nicht – da stehen viele Bäume….

Das Schöne am „Hype“ um die Planetenparade ist jedoch, dass man sich die Positionen der Planeten bewusst machen kann! Warum können wir nicht immer alle Planeten sehen?

Um diese Frage zu beantworten, schauen wir für den 28.02.2026 von oben auf unser Sonnensystem. Für das innere Sonnensystem sieht das so aus:

Hier ist gut zu erkennen, wie „nahe“ Merkur und Venus an der Sonne stehen. Mars übrigens auch. Während Merkur und Venus am Abendhimmel zu sehen sind, ist der Mars nur morgens ganz kurz vor Sonnenaufgang zu sehen. Das liegt am geringen Winkelabstand zur Sonne.
Jetzt geht’s ins äußere Sonnensystem: Die Bahn der Erde (150.000.000 km von der Sonne entfernt) ist als roter Kreis markiert. Saturn (10 mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde) und Neptun sind ebenfalls, was den Winkelabstand angeht, nicht weit von der Sonne entfernt. Allein Uranus und Jupiter haben einen größeren Winkelabstand zur Sonne und können fast über die ganz Nacht beobachtet werden.

Also: Die „Planetenparade“ können Sie nicht die ganze Nacht genießen. Sie müssen schon eine Zeit lang in den Himmel schauen. Erst nach Westen, dann nach Süden.
Und: Der 28.02. ist das Optimum. Auch die Tage davor und danach sehen Sie im Laufe des Abends sechs Planeten. Womit wir wieder beim Thema Geduld wären: Wenn das Wetter am Tag der Parade nicht mitspielt, versuchen Sie es einfach an den Tagen davor oder danach.

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