Originalveröffentlichung am 20.01.2026 zu finden unter: https://science.nasa.gov/mission/webb/latestnews/
Zusammenfassung: Neues Bild bietet bis heute detaillierteste Infrarotaufnahme des berühmten Nebels
Der Helixnebel, Anfang der frühen 1800er Jahre entdeckt, wurde zu einem der bekanntesten planetarischen Nebel am Himmel und wird wegen seiner auffälligen, ringförmigen Gestalt oft als „Auge Gottes“ oder „Auge des Sauron“ bezeichnet. Als einer der der Erde am nächsten gelegenen planetarischen Nebel ist er bei Astronomen, die mit boden- und weltraumgestützten Teleskopen die letzten Momente eines sterbenden Sterns bis ins kleinste Detail untersuchen, sehr beliebt. Das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA hat diese Untersuchungen nun auf ein neues Niveau gehoben und liefert die klarsten Infrarotaufnahmen dieses bekannten Objekts.
NASA’s James-Webb-Weltraumteleskop hat in den Helixnebel gezoomt, um einen genauen Blick auf das mögliche Schicksal unserer Sonne und unseres Planetensystems zu werfen. In Webb’s hochauflösender Aufnahme kommt die Struktur des Gases, das von einem sterbenden Stern abgestoßen worden ist, voll zur Geltung. Das Bild zeigt, wie Sterne ihr Material in den Kosmos zurückführen und damit den Grundstein für zukünftige Generationen von Sternen und Planeten legen, während die NASA die Geheimnisse des Universums und unseren Platz darin erforscht.
Auf dem Bild der NIRCam (Nahinfrarotkamera) von Webb zeichnen Säulen, die wie Kometen mit langen Schweifen aussehen, den Umfang der inneren Region einer sich ausdehnenden Gashülle nach. Hier prallen heiße Winde aus schnell fliegendem Gas des sterbenden Sterns auf langsamere, kältere Staub- und Gashüllen, die früher in seinem Leben abgestoßen wurden, und formen so die bemerkenswerte Struktur des Nebels.
Der ikonische Helixnebel wurde seit seiner Entdeckung vor fast zwei Jahrhunderten von vielen boden- und weltraumgestützten Observatorien abgebildet. Webb’s Nahinfrarotaufnahme des Objekts rückt diese Knoten im Vergleich zu den ätherischen Bildern des Hubble-Weltraumteleskops der NASA in den Vordergrund, während die höhere Auflösung den Blick gegenüber den Aufnahmen von NASA’s ausgemusterten Spitzer-Weltraumteleskop schärft. Darüber hinaus zeigt die neue Nahinfrarotaufnahme den krassen Übergang zwischen dem heißesten und dem kältesten Gas, während sich die Hülle vom zentralen Weißen Zwerg weg ausdehnt.
Ein gleißender Weißer Zwerg, der übrig gebliebene Kern des sterbenden Sterns, liegt direkt im Herzen des Nebels, außerhalb des Bildausschnitts des Webb-Bildes. Seine intensive Strahlung erhellt das umgebende Gas und erzeugt einen Regenbogen aus Eigenheiten: heißes ionisiertes Gas in unmittelbarer Nähe des Weißen Zwergs, kühlerer molekularer Wasserstoff weiter außen und schützende Taschen, innerhalb denen sich komplexere Moleküle in Staubwolken bilden können. Diese Wechselwirkung ist von entscheidender Bedeutung, da sie das Ausgangsmaterial bereitstellt, aus dem sich eines Tages neue Planeten in anderen Sternensystemen bilden könnten.
Auf Webb’s Bild des Helixnebels stehen die Farben für Temperatur und chemische Zusammensetzung. Ein Hauch von Blau kennzeichnet das heißeste Gas in diesem Bereich, das durch intensives ultraviolettes Licht des Weißen Zwergs angeregt wird. Weiter außen kühlt das Gas zu gelben Bereichen ab, in denen sich Wasserstoffatome zu Molekülen verbinden. An den äußeren Rändern zeigen rötliche Töne das kühlste Material an, wo das Gas dünner wird und Staub entstehen kann. Gemeinsam offenbaren die Farben, wie der letzte Atemzug des Sterns sich in die Rohstoffe für neue Welten verwandelt, und ergänzen damit den Wissensschatz, den Webb über die Entstehung von Planeten gewonnen hat.
Spitzer’s Untersuchungen des Helixnebels deuteten auf die Bildung komplexerer Moleküle hin, aber die Auflösung von Webb zeigt, wie sie sich in abgeschirmten Bereichen der Szene bilden. Suchen Sie auf dem Webb-Bild nach dunklen Stellen im Weltraum inmitten des leuchtenden Orange und Rot.
Der Helixnebel befindet sich 650 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Wassermann. Aufgrund seiner relativen Nähe zur Erde und seiner Ähnlichkeit mit dem „Auge von Sauron“ ist er nach wie vor bei Sternguckern und professionellen Astronomen gleichermaßen beliebt.
Das James-Webb-Weltraumteleskop ist das weltweit führende Observatorium für Weltraumforschung. Webb wird Rätsel in unserem Sonnensystem lösen, einen Blick auf ferne Welten um andere Sterne werfen und die geheimnisvollen Strukturen und Ursprünge unseres Universums und unseren Platz darin erforschen. Webb ist ein internationales Programm unter der Leitung der NASA und ihrer Partner ESA (Europäische Weltraumorganisation) und CSA (Kanadische Weltraumorganisation).
Helixnebel (NIRCam Ansicht)
- Fast Facts
- Objekt
- Objektname(n): Helixnebel, NGC 7293
- Objektbeschreibung: Planetarischer Nebel
- Rektaszension: 22:29:36.3
- Deklination: -20:50:39.1
- Sternbild: Aquarius
- Entfernung: 650 Lichtjahre
- Abmessung: Das Bild hat einen Durchmesser von etwa 5,6 Bogenminuten (1 Lichtjahr)
- Daten
- Instrument: NIRCam
- Filter: F115W, F187N, F212N, F356W, F444W, F470N
- Bild
- Farbinformation: Dieses Bild ist eine Zusammensetzung aus Einzelaufnahmen, die vom James-Webb-Weltraumteleskop mit der NIRCam aufgenommen wurden. Es wurden mehrere Filter verwendet, um bestimmte Wellenlängenbereiche zu erfassen. Die Farbe ergibt sich aus der Zuweisung unter-schiedlicher Farbtöne (Farben) zu jedem monochromatischen (Graustufen-) Bild, das mit einem einzelnen Filter verbunden ist. In diesem Fall sind die zugewiesenen Farben:
- Blau = F115W+F187N Grün = F212N+F356W Rot = F444W+F470N
Über das Bild: Ein neues Bild von NASA’s James-Webb-Weltraumteleskops von einem Teil des Helixnebels zeigt kometenähnliche Knoten, heftige Sternwinde und Gasschichten, die von einem sterbenden Stern abgestoßen werden, der mit seiner Umgebung wechselwirkt. Webb’s Bild zeigt auch den starken Übergang zwischen dem heißesten und dem kältesten Gas, während sich die Hülle vom zentralen Weißen Zwerg weg ausdehnt.
Helixnebel in einer Kontextansicht (VISTA und Webb)
- Fast Facts
- Objekt
- Objektname(n): Helixnebel, NGC 7293
- Objektbeschreibung: Planetarischer Nebel
- Rektaszension: 22:29:36.3
- Deklination: -20:50:39.1
- Sternbild: Aquarius
- Entfernung: 650 Lichtjahre
- Abmessung: Das linke Bild hat einen Durchmesser von etwa 25,7 Bogenminuten (5 Lichtjahre)
- Abmessung: Das rechte Bild hat einen Durchmesser von etwa 5,6 Bogenminuten (1 Lichtjahr)
- Daten
- Instrument: VISTA>VIRCAM – Webb>NIRCam
- Filter: VISTA> Y, K, J
- Filter: Webb> F115W, F187N, F212N, F356W, F444W, F470N
- Bild
- Farbinformation: Dieses Bild ist eine Zusammensetzung aus Einzelaufnahmen, die vom James-Webb-Weltraumteleskop mit der NIRCam aufgenommen wurden. Es wurden mehrere Filter verwendet, um bestimmte Wellenlängenbereiche zu erfassen. Die Farbe ergibt sich aus der Zuweisung unter-schiedlicher Farbtöne (Farben) zu jedem monochromatischen (Graustufen-) Bild, das mit einem einzelnen Filter verbunden ist. In diesem Fall sind die zugewiesenen Farben:
- Blau = F115W+F187N Grün = F212N+F356W Rot = F444W+F470N
Über das Bild: Dieses Bild des Helixnebels, aufgenommen vom bodengestützten Visible and Infrared Telescope for Astronomy (links), zeigt die vollständige Ansicht des planetarischen Nebels, wobei ein Kasten das kleinere Sichtfeld der NIRCam des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA hervorhebt (rechts).
Helixnebel (NIRCam Kompass-Ansicht)
- Fast Facts
- Objekt
- Objektname(n): Helixnebel, NGC 7293
- Objektbeschreibung: Planetarischer Nebel
- Rektaszension: 22:29:36.3
- Deklination: -20:50:39.1
- Sternbild: Aquarius
- Entfernung: 650 Lichtjahre
- Abmessung: Das Bild hat einen Durchmesser von etwa 5,6 Bogenminuten (1 Lichtjahr)
- Daten
- Instrument: NIRCam
- Filter: F115W, F187N, F212N, F356W, F444W, F470N
- Bild
- Farbinformation: Dieses Bild ist eine Zusammensetzung aus Einzelaufnahmen, die vom James-Webb-Weltraumteleskop mit der NIRCam aufgenommen wurden. Es wurden mehrere Filter verwendet, um bestimmte Wellenlängenbereiche zu erfassen. Die Farbe ergibt sich aus der Zuweisung unter-schiedlicher Farbtöne (Farben) zu jedem monochromatischen (Graustufen-) Bild, das mit einem einzelnen Filter verbunden ist. In diesem Fall sind die zugewiesenen Farben:
- Blau = F115W+F187N Grün = F212N+F356W Rot = F444W+F470N
Über das Bild: Dieses Bild des Helixnebels, aufgenommen mit der NIRCam (Nahinfrarotkamera) des James-Webb-Weltraumteleskops der NASA, enthält Kompasspfeile, einen Maßstab und eine Farblegende als Referenz.
Um dieses Bild zu erstellen, wurden die Wellenlängen des nahen Infrarotlichts in Farben des sichtbaren Lichts umgewandelt. Die Farblegende unten zeigt, welche NIRCam-Filter verwendet wurden und welche Farbe des sichtbaren Lichts diesem Filter zugewiesen wurde.
Die Kompasspfeile für Norden und Osten zeigen die Ausrichtung des Bildes am Himmel. Beachten Sie, daß die Beziehung zwischen Norden und Osten am Himmel (von unten gesehen) im Verhältnis zu den Richtungspfeilen auf einer Karte der Erde (von oben gesehen) umgekehrt ist.
Helixnebel im Vergleich der Observatorien (Hubble/Spitzer/Webb)
Danksagung: NASA/JPL-Caltech, ESO, VISTA, CASU, Joseph Hora (CfA), J. Emerson (ESO)
Dieses Video vergleicht Bilder des Helixnebels aus drei NASA-Observatorien: Hubble’s Bild im sichtbaren Licht, Spitzer’s Infrarotbild und hochauflösendes Nahinfrarotbild von Webb.




