
Lichtemissionen durch Gebäude und Straßen in der Darmstädter Innenstadt am 16.12.2023 (erstellt von der Volkssternwarte Darmstadt e.V.. SDGSAT-1 Daten und Aufnahmen bereitgestellt von CBAS)
Lichtverschmutzung konkret – Ein abendlicher Spaziergang durch die Darmstädter Innenstadt
Datum: 6.3.2026
Zeit: 20:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Jugendstilbad in Darmstadt
Lichtverschmutzung nimmt in Europa bis zu 6% pro Jahr zu, mit massiven Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und den Menschen.
Auf diesem Stadtrundgang erläutern wir anhand künstlicher Beleuchtung an Straßen, Wegen, Gebäuden, im Park und auf Plätzen wie Lichtemissionen entstehen, welche Auswirkungen sie hat und wie Lichtverschmutzung vermieden werden kann.
In Kooperation von Volkshochschule Darmstadt, BUND, Volkssternwarte Darmstadt, und Hessischem Netzwerk gegen Lichtverschmutzung.
Brigitte Martin (BUND Darmstadt) und Christian Roßberg (Volkssternwarte Darmstadt)
Referent: Andreas Domenico – Volkssternwarte Darmstadt e.V.
Wer sich mit den komplexen Zusammenhängen von Astrophysik und Kosmologie befassen will, sollte zu allererst die Grundbegriffe der Himmelskunde erlernen. In diesem ersten Seminar des Jahres geht es daher um die Grundlagen der Himmelsbeobachtung ohne Teleskop, wozu insbesondere auch die Fähigkeit gehört, sich am Sternenhimmel zu orientieren.
Schwerpunkte sind unter anderem die scheinbare tägliche Bewegung der Gestirne am Himmel, die Entstehung von Jahreszeiten, Mondphasen und Finsternissen, der wechselnde Anblick des Sternhimmels im Jahreslauf und in verschiedenen geografischen Breiten.
Dabei lernen Sie auch die wichtigsten Sternbilder und Fixsterne des Nachthimmels kennen und wie man mit einer drehbaren Sternkarte umgeht.
Die Astronomie ist die mit Abstand älteste unter den Naturwissenschaften und über Jahrhunderte hinweg haben die Menschen den Himmel ohne Fernrohr beobachtet. Daher gehört auch ein Rückblick auf die wichtigsten Eckpunkte in der Geschichte der Himmelskunde zu diesem Seminar.
„Die Sterne über Darmstadt“ ist eine Sternführung bzw. ein Beobachtungsabend an den Teleskopen.

M42 Orionnebel, VSDA
Im Mittelpunkt unseres Beobachtungsabends steht Jupiter, der am 10.01.2026 seine Oppositionsstellung in den Zwillingen erreichte. Bei ruhiger Luft lassen sich im Teleskop zahlreiche Details in seiner Atmosphäre beobachten, zu denen vor allem die beiden dunklen Wolkenbänder beiderseits des Jupiteräquators und der Große Rote Fleck zählen. Im Anschluss machen wir einen Streifzug durch die Wintersternbilder und beobachten u.a. den großen Nebel M42 im Schwertgehänge des Orion, sowie zahlreiche offene Sternhaufen, darunter M35 in den Zwillingen und M46 und M47 in Puppis. Im Verlauf unseres Beobachtungsabends bestimmen die Frühlingssternbilder allmählich die Szenerie: Hier machen wir einen Streifzug durch die offenen Sternhaufen M44 (Praesepe) und M67 im Krebs und besuchen anschließend das Galaxien-Triplett (M65, M66, NGC 3628) im Löwen. Wir beschließen unseren Beobachtungsabend mit einem Blick auf Jupiters Geist (NGC 3242), einen planetarischen Nebel im Sternbild Hydra.
Damit die Besucher – insbesondere Kinder – genug Zeit und Ruhe haben, durch die Teleskope zu schauen, wird es zu Beginn des Beobachtungsabends 3 Blöcke zu je 30 Minuten für jeweils 15 Personen geben. Für diese Blöcke im Zeitraum 19:30 bis 21:00 Uhr ist eine Anmeldung über diese Seite notwendig! (Freischaltung am 26.02.2026 18:00 Uhr).
Ab 21:00 Uhr kann die Veranstaltung ohne Anmeldung besucht werden, je nach Andrang ist jedoch mit Wartezeiten zu rechnen. Wir bitten um Verständnis.
Bei schlechtem Wetter (Bewölkung) können wir eine Führung durch die Sternwarte anbieten.
| Details | Price | Qty |
|---|---|---|
| Zeitraum 19:30 - 20:00 Uhr | 0,00€ EUR | Sold Out |
| Zeitraum 20:00 - 20:30 Uhr | 0,00€ EUR | Sold Out |
| Zeitraum 20:30 - 21:00 Uhr | 0,00€ EUR | Sold Out |

Credit: Science Illustration: NASA, ESA, Z. Levay and R. van der Marel (STScI), T. Hallas, and A. Mellinger
Referent: Stefan Karge, Amateurastronom, Frankfurt
Unsere Heimatgalaxie, die Milchstraße, und die benachbarte Andromeda Galaxie (M31) sind die beiden größten und zugleich massereichsten Galaxien in der Lokalen Gruppe.
Seit den 1910er Jahren ist nun bekannt, dass sich die beiden großen Galaxien auf einem Annäherungskurs befinden und gemäß neuerer Studien auf eine unausweichliche Kollision zusteuern.
Im Vortrag werden beide Hauptakteure vorgestellt und die verschiedenen Kollisionsszenarien gegenübergestellt. Aber ist die Kollision zwischen der Milchstraße und der M31 tatsächlich so unausweichlich?
Der 28.03.2026 ist der bundesweite Astronomietag. Daher bieten wir für die Teilnehmer des Vortrags im Anschluss an diesen eine Himmelsbeobachtung an (sofern das Wetter es zulässt).

Dieser Ausschnitt aus einer Computer-Simulation der Nasa zeigt zwei supermassereiche schwarze Löcher, die kurz vor der Verschmelzung sind. (Symbolbild) © Nasa’s Goddard Space Flight Center
Referentin: Dr. Silke Britzen, Max-Planck-Institut für Astronomie, Bonn
In den Zentren von Galaxien finden sich fast immer supermassereiche Schwarze Löcher. In unserer eigenen Milchstraße und in einer weit entfernten, aber dafür viel größeren Galaxie konnten diese zentralen Schwarzen Löcher sogar direkt nachgewiesen werden. Dies gelang erst vor wenigen Jahren durch die Bilder der Event Horizon Teleskop Kollaboration, an der Silke Britzen beteiligt ist.
Viele Forschende vermuten, dass es Galaxien mit zwei supermassereichen Schwarzen Löchern im Zentrum geben muss. Diese sind allerdings noch nicht direkt nachgewiesen. Paare Schwarzer Löcher könnten – und sollten – in Kollisionen von Galaxien entstanden sein, die sich in unserem Universum immer wieder ereignen.
Im Laufe von hunderten Millionen Jahren nähern sich diese beiden Schwarzen Löcher immer weiter an. Letztendlich kommt es zur Verschmelzung der beiden Giganten. Dabei werden sehr starke Gravitationswellen ausgesendet – die Raumzeit selbst gerät ins Schwingen.
Diese Art von Gravitationswellen wird erst von zukünftigen Teleskopen aufgespürt werden können, aber bereits heute findet man Objekte, die verdächtige Radiostrahlung aussenden. Der Vortrag berichtet über den aktuellen Stand der spannenden Jagd nach den besten Kandidaten und die möglichen verräterischen Spuren von Schwarzen Löchern im Doppelpack.
Schauen Sie vorbei! Für alle Altersgruppen haben wir ein interessantes Programm aus Führungen, Vorträgen, Sonnenbeobachtung sowie Informationen zu Astronomie, Teleskopen und Astrofotografie zusammengestellt.
Der astronomische Nachwuchs kann neben der Sternwarte Wasserraketen starten. In der Sternwarte wartet ein Astronomie-Quiz auf die Kinder.
Das genaue Programm finden Sie rechtzeitig hier an dieser Stelle.
Der Eintritt ist frei. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Anfahrt.

Das Ende eines langen Lebens – Planetarischer Nebel ESO 577-24, A Fleeting Moment in Time, Credit: ESO
Referent: Harald Horneff, Volkssternwarte Darmstadt
Sie werden geboren, haben eine stürmische Jugend, leben lange Zeit still vor sich hin, um am Ende ein eher friedliches Ende zu finden.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Bestimmt, denn so verläuft das Leben vieler Menschen. Doch hier geht es um Sterne, die in etwa die Masse unserer Sonne aufweisen. Deren „Lebenslauf“ ist aber eine spannende Geschichte, und die soll hier erzählt werden.
Dabei stößt man auf das Hertzsprung-Russel-Diagramm, die Welt der Kernfusion und am Ende der Reise auf Objekte, die ihre Existenz dem Untergang verdanken.
Kommen Sie mit auf eine Reise, die viele Milliarden Jahre währen und nie langweilig sein wird.

Am Ende eines kurzen Lebens – Neutronenstern SWIFT J0243.6+6124, Illustration of a neutron star emitting a jet, Credit: ICRAR/University of Amsterdam
Referent: Harald Horneff, Volkssternwarte Darmstadt
Sie entstehen, leben ein kurzes Dasein voller Energie, um am Ende in einem gewaltigen Feuerwerk ein Galaxien überstrahlendes Ende zu finden.
Diese wenigen Worte beschreiben den „Lebenslauf“ von Sternen mit Massen, die um einiges größer sind als die Masse unserer Sonne.
Begleiten wir einen massereichen Stern von der Geburt bis zum Tod und man stößt dabei, wie so oft, auf das Hertzsprung-Russel-Diagramm und die Welt der Kernfusion. Am Ende der Reise trifft man auf Objekte, die zum Extremsten zählen, was die Natur zu bieten hat.
Kommen Sie mit auf eine Reise, die zwar nur Millionen Jahre währen, aber nie langweilig sein wird.

A simulation of the formation of dark matter structures from the early universe until today.
Ralf Kaehler/SLAC National Accelerator Laboratory, American Museum of Natural History
Referent: Prof. Dr. Uwe Oberlack, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
85% der Materie im Universum ist grundsätzlich verschieden von der uns vertrauten Materie und erscheint vollständig transparent. Kein Licht wird durch sie emittiert oder absorbiert, nur ihre gravitative Wirkung ist bislang messbar.
Woraus schließen wir, dass es sogenannte „Dunkle Materie“ gibt? Wir diskutieren in diesem Vortrag die Fülle an astronomischer und kosmologischer Evidenz für eine der ganz großen Rätsel unseres Universums. Wir sehen uns an, welche grundsätzlichen Möglichkeiten der Erklärung es für dieses Phänomen der „fehlenden Masse“ gibt, und stellen dann ein paar plausible und überprüfbare Ideen vor.
Schließlich befassen wir uns mit der Möglichkeit des direkten Nachweises von Teilchen der Dunklen Materie im Untergrundlabor am Beispiel des Experiments XENON. Wenn Zeit bleibt, können wir auch noch einen Ausblick wagen in die Breite der Suchen nach Dunkler Materie – auf direkte und indirekte Art.

Künstlerische Darstellung der Geburt eines Sternes: Vertikale, helle Jets werden aus dem Zentrum der Gaswolke ausgestoßen, die ein massiver Baby-Stern um sich angesammelt hat.
Copyright: ESO/L. Calada
Referent: Prof. Dr. Christian Fend, Max Planck Institut für Astronomie, Heidelberg
Der Vortrag führt ein in das Thema astrophysikalischer Hochgeschwindigkeitsströumungen, sogenannter „Jets“.
Diese treten bei vielen, meist „jungen“ astronomischen Objekten auf, z.B. bei Protosternen oder aktiven galaktischen Kernen, also auf höchst unterschiedlichen Energie- und Größenskalen. Manche extragalaktischen Jets scheinen sich sogar mit Überlichtgeschwindigkeit zu bewegen!
Wie werden diese Jets beobachtet? Was sind ihre Kenngrössen? Was treibt sie an?
Diesen Fragestellungen widmet sich der Vortrag. Es wird sich zeigen, dass einige zentrale Fragen hier noch unbeantwortet bleiben müssen – obwohl die theoretischen Grundlagen der Jet-Entstehung schon vor Jahrzehnten gelegt worden sind, und immer bessere Beobachtungsdaten vorliegen.
Ein Resultat scheint aber sicher, nämlich dass diese Strömungen durch starke Magnetfelder angetrieben und gebündelt werden!
