Beobachtungen des Nachthimmels und der Sonne

Auf der Sternwarte können wir Ihnen den Nachthimmel über Darmstadt mit verschiedenen Instrumenten, vom Fernglas bis zum Teleskop, zeigen. Hierbei stehen uns mehrere hochwertige Teleskope zur Verfügung, von denen jedes eigenen Schwerpunkt bei den zu beobachtenden Himmelsobjekten hat. Im folgenden unsere größten Teleskope als Beispiel. Diese werden durch unterschiedliche kleiner Instrumente ergänzt.

Newton-Spiegelteleskop: Hauptteleskop der Sternwarte, Schwerpunkt ist die Beobachtung von Objekten außerhalb des Sonnensystems (Nebel, Galaxien, Kugelsternhaufen)
Linsenteleskop: Schwerpunkt ist die Beobachtung von Objekten im Sonnensystem (Sonne, Mond, Planeten) und heller Deep-Sky Objekte (Doppelsterne, Sternhaufen)

Was ist mit unseren Teleskopen von der Sternwarte aus möglich und was können wir Ihnen zeigen?

Es ist faszinierend die Himmelsobjekte mit eigenen Augen zu beobachten, unterscheidet sich aber von den hochwertigen bunten Aufnahmen die man aus vielen Medien kennt. Dessen sollte man sich bewusst sein um die Beobachtung mit eigenen Augen genießen zu können.

Folgend einige Beispiele zum Vergleich von Fotografien und Zeichnungen. Die Zeichnungen geben das Bild bei einer Beobachtung mit eigenen Augen wieder.

Messier 45 – offener Sternhaufen – Plejaden

Lang belichtete Aufnahme – Messier 45
Zeichnung mit dem Fernglas – Messier 45

Es ist dabei auch entscheidend sich einige Minuten Zeit zu nehmen um einerseits den Augen die Möglichkeit zu geben sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, andererseits aber auch um Einzelheiten am Himmelsobjekt zu erkennen, die bei einem flüchtigen Blick nicht erkannt werden können. Um alle Details zu sehen benötigt man aber jahrelange Beobachtungserfahrung.

Messier 31 – Andromedagalaxie

Lang belichtete Aufnahme – Messier 31
Zeichnung mit einem großen Newton-Teleskop (von einem dunklen Standort im Odenwald aus) – Messier 31

Sommer – Zeit für die Sonnenbeobachtung

In den Sommermonaten wird es spät dunkel und die Nacht ist kurz. Eine Beobachtung des Sternhimmel ist daher nur eingeschränkt und nur zu später Stunde möglich.

Als sehr gute Alternative bietet sich die Beobachtung unseres Zentralgestirns der Sonne an. Wir können ihnen diese auf der Sternwarte durch verschiedene Teleskope und in verschiedenen Wellenlängen des Lichts zeigen.

Wichtiger Hinweis: Für die Beobachtung der Sonne sind in jedem Fall Spezialfilter notwendig, die das Licht der Sonne auf für unsere Augen verträgliches Maß dämpfen! Ein Blick in die Sonne ohne Filter, egal ob mit bloßem Auge, Fernglas oder Teleskop, kann unweigerlich zu Augenschäden bis hin zum Erblinden führen!

Das nebenstehende Bild zeigt Aufnahmen der Sonne am selben Tag, aber mit unterschiedlichen Filtern. Je nach Filter sind unterschiedliche Phänomene auf der Sonne zu sehen.

Klassisch kann die Sonne im Weißlicht beobachtet werden. Hier können dunkle Flecken, so genannte Sonnenflecken, beobachtet werden. Dies sind kühlere Bereiche auf der Sonnenoberfläche und sie erscheinen uns daher dunkler als die sie umgebenden wärmeren Bereiche.

Mittels so genannten H alpha Filtern kann man eine andere Schicht der Sonne beobachten, die Chromosphäre. In dieser sind, neben anderen Phänomenen, die bekannten Protuberanzen, die Ausbrüche auf der Sonne, zu erkennen. Darüber hinaus kann man weitere Details beobachten, die wir ihnen in einer unserer öffentlichen Sonnenbeobachtungen gerne näher bringen.

Aktuell im Jahr 2019 ist die Sonne in ihrem Aktivitätsminimum. Das bedeutet, dass sie nur sehr wenige Sonnenflecken und andere Phänomene zeigt. In der Seitenleiste auf dieser Seite finden sie im Abschnitt „Sonne aktuell“ ein aktuelles Bild der Sonne und können die aktuell sichtbaren Phänomene abschätzen.


Wenn man sich bewusst ist, was man durch ein Teleskop beobachten kann, ist die Beobachtung astronomischer Objekte mit den eigenen Augen ein faszinierendes Hobby.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.