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Seminare 2018

Die Seminare finden jeweils samstags um 15:00 Uhr statt und dauern ca. 3 Stunden. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro je Seminar. Für Mitglieder der Volkssternwarte Darmstadt ist die Teilnahme kostenlos. (Download Mitgliedsantrag (0.04 MB))

Sie können eine Seminar-Teilnahme auch verschenken! Wir stellen gerne einen Gutschein aus.

Inhalt der Seminare

Die Welt der Sterne
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Fern jeder Poesie sind Sterne Plasmakugeln, die am Himmelszelt leuchten. Bei genauerem Hinsehen kann man weißes, gelbliches, rötliches und bläuliches Funkeln erkennen. Allein die Farbe verrät uns viel über diese Objekte, die weit, sehr weit entfernt sind.

Wir betrachten die Entstehung, Entwicklung und das Ende der Sterne. Die Geburtsmasse ist es, die fast alleine über den Lebensweg eines Sterns entscheidet. Die Masse bestimmt die Art der Energiegewinnung und die Elementsynthese. Die Masse und dazu Farbe, Größe, nicht zu vergessen die Temperatur, offenbaren im Herzsprung-Russel-Diagramm, kurz HR-Diagramm, eine tiefe Verbundenheit.

Über den Tod des Sterns hinaus betrachten wir auch die Sternleichen, jene Objekte, die zum Extremsten zählen, daß wir im Makrokosmos finden. Weiße Zwerge, Neutronensterne und Schwarze Löcher lassen wir Revue passieren. Im Seminar sollen die grundlegenden Prinzipien zum Aufbau und der Struktur der Sterne erarbeitet werden.

Galaxien und Galaxienhaufen
galaxie

Das Seminar behandelt die Welt der Galaxien. Das sind riesige Ansammlungen von Sternen. Es gibt kleine Zwerggalaxien mit wenigen Millionen Sternen bis hin zu gigantischen Welteninseln mit hunderten Milliarden Sonnen. Unsere Milchstraße ist ebenfalls ein solches Sternensystem mit einem Durchmesser von ca. 100.000 Lichtjahren und ca. 100 Milliarden Sternen.

Abschließend behandelt der Kurs Galaxiengruppen und Galaxienhaufen. Die Gruppen sind Ansammlungen von vier bis etwa ein Dutzend Galaxien, die untereinander durch Gravitation gebunden sind. Die Haufen (“Cluster”) haben etwa 100 bis zu mehrere tausend Mitglieder. In diesen Ansammlungen kommt es häufig zu gravitativen Wechselwirkungen und sogar zum Phänomen des “Galaxienkannibalismus”.

Planetenfotografie
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Das Aufkommen preiswerter Webcams in Verbindung mit leistungsfähiger Bildbearbeitungs-software zu Beginn unseres Jahrhunderts hat die Planetenfotografie entscheidend revolutioniert: Der störende Einfluss der Luftunruhe (Seeing) auf die Bildqualität läßt sich durch das Aufnehmen vieler Einzelbilder und die anschließende Nachbearbeitung am PC herausfiltern, was Astroamateuren erlaubt, bereits mit Teleskopen mittlerer Größe Aufnahmen in bisher nie dagewesener Qualität anzufertigen. Damit lassen sich Veränderungen auf den Planeten im Detail dokumentieren.

Dieser Trend hat sich in den letzten 15 Jahren mit der Entwicklung immer empfindlicherer Videokameras fortgesetzt: Heute sind auf dem Markt eine Vielzahl von Farb- und Schwarzweißkameras verfügbar. Letztere können unter Einsatz spezieller Filter sogar dazu genutzt werden, die Wolkenbänder auf Uranus und Neptun im IR sichtbar zu machen.

Das Seminar vermittelt die theoretischen Grundlagen der Planetenfotografie von der Aufnahme-technik bis hin zur Bildbearbeitung. In praktischen Übungen werden wir zusammen schrittweise den Weg vom Video zum fertigen Planetenbild gehen, sowie aus Einzelaufnahmen eine Wetterkarte des Jupiter erstellen.

Teilnehmern wird empfohlen, einen Laptop zum Seminar mitzubringen.

Wie groß ist das Universum?
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Auf der Erde greift man zum Metermaß oder bestimmt größere Entfernungen per Trigonometrie oder durch Lichtlaufzeit. Doch wie sieht das kosmische Metermaß aus? Wie werden die Entfernungen des Mondes, der Planeten und der Sterne bestimmt? Oder die weit entfernter Galaxien? Oder gar die Entfernung des Randes des sichtbaren Universums?

Das Seminar berichtet von den einfachen und komplizierteren Methoden, die von Astronomen zur Entfernungsbestimmung eingesetzt wurden und werden. Die Schwierigkeiten und vor allem die Genauigkeit der Methoden sind ein weiteres Thema.